Das Verkehrsproblem ist in Neersen nicht nur seit dem Jahr 2001 und der “Agenda 21” bekannt. Neersen hat seit Generationen damit leben müssen, daß es ein Durchgangsort ist - ein Nadelöhr zwischen Krefeld und Mönchengladbach. Wenn man jedoch feststellt, daß die Zuwanderung in den letzten 4 Jahren um mehr als 8% gestiegen ist (Gesamtgebiet Willich inklusive Wekeln: weniger als 3%), wird deutlich, wie dringend jetzt - speziell im Zusammenhang mit weiteren Erschließungskonzepten - eine langfristig gangbare Strategie im Bereich der Neersener Verkehrspolitik geboten ist.

Durch den Bau der A44 – offiziell als “Ortsumgehung Neersen” deklariert - hat sich die Lebensqualität in Neersen quasi über Nacht verbessert. 2005 kommt jedoch die Maut: Gütertransport durch Neersen wird zur Regel, seit dem Bau der A44 blieb das die Ausnahme. Der mühsame Auf- und Ausbau des Stadtkerns, die Investitionen zur Pflege des historischen Stadtbildes, die langfristige angelegte Steigerung der Lebensqualität – steht jetzt vieles zur Disposition?